Restlebensdauer von Hubwerken
Mit der Restlebensdauerbeurteilung rechnest du für jedes Hubwerk eines Krans aus, wie viel seiner theoretischen Nutzungsdauer verbraucht ist und wie viele Jahre voraussichtlich bleiben. Du trägst die Nutzung eines Zeitraums ein, rechnest so oft nach, wie du willst, und schließt das Ergebnis als unterschriebenes Gutachten ab. Lizard legt es als PDF am Betriebsmittel ab. Lizard rechnet nach drei Verfahren:Voraussetzungen
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Modul in der Lizenz
Die Restlebensdauerbeurteilung ist ein eigenes Modul. Ist es in der Lizenz deiner Firma nicht freigeschaltet, gibt es weder die Aktion noch die Karte. Sprich uns an, wenn du es nutzen möchtest.
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Lizenz und Berechtigung
Einrichten, pflegen und beurteilen kannst du mit einer Mitarbeiter-Lizenz Büro oder Service und der Berechtigung Betriebsmittel bearbeiten für das Gerät. Als Dienstleister geht das auch an Geräten des Kunden, die in einer bestätigten Zusammenarbeit mit deiner Firma liegen.
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Qualifikation zum Beurteilen
Die Beurteilung selbst führt nur durch, wer eine gültige Qualifikation für DGUV-V 54 Winden, Hub- und Zuggeräte oder DGUV-V 55 Winden, Hub- und Zuggeräte (öffentlicher Sektor) hat. Einrichten und Stammdaten pflegen geht auch ohne.
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Berichtsvorlage
Du brauchst mindestens eine Textvorlage der Kategorie Restlebensdauerbeurteilung. Lizard bringt keine mit, du stellst sie dir selbst zusammen, siehe Das Gutachten gestalten. Mit einer leeren Vorlage kannst du zwar beurteilen, aber nicht abschließen.
Lizard erkennt nicht, ob ein Betriebsmittel ein Kran ist. Du kannst die Beurteilung an jedem nicht archivierten Betriebsmittel einrichten.
Hubwerk einrichten
Ein Kran kann mehrere Hubwerke tragen, etwa Haupt- und Hilfshub. Lizard beurteilt jedes Hubwerk einzeln, weil sie sich unterschiedlich abnutzen.1
Aktion öffnen
Öffne das Betriebsmittel und wähle im Drei-Punkte-Menü oben Restlebensdauer einrichten.
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Verfahren und Herkunft wählen
Wähle das Verfahren und die Herkunft des Auslegungswerts:
- Herstellerangabe, wenn die Herstellerunterlagen den Auslegungswert direkt in Zyklen oder Stunden nennen.
- Klasse vom Typenschild, wenn sie eine Klasse nennen und der Auslegungswert aus der Norm kommt.
- Restnutzungsannahme nach FEM 9.755, nur bei den zeitbasierten Verfahren: Über den Auslegungswert ist nichts zu ermitteln, also setzt Lizard eine theoretische Restnutzung von 5 % des Tabellenwerts der Triebwerkgruppe an.
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Namen vergeben
Das erste Hubwerk heißt ohne Eingabe Hubwerk. Ab dem zweiten Hubwerk am selben Gerät ist der Name Pflicht, zum Beispiel „Hilfshub“.
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Einrichten
Mit Einrichten erscheint am Betriebsmittel die Karte Restlebensdauer mit dem neuen Hubwerk.
Viele Geräte auf einmal einrichten
In der Betriebsmittel-Liste markierst du die Geräte und wählst in den Mehrfachaktionen unter Betriebsmittel Aktionen den Eintrag Restlebensdauer einrichten. Verfahren und Herkunft gelten dann für alle, jedes Gerät bekommt ein Hubwerk namens „Hubwerk“. Geräte, die schon ein Hubwerk tragen oder die du nicht bearbeiten darfst, überspringt Lizard. Die Meldung nennt, wie viele eingerichtet und wie viele übersprungen wurden, aber nicht, welche.Die Karte Restlebensdauer
In der Detailansicht des Betriebsmittels steht die Karte Restlebensdauer unter den Eigenschaften. Jedes Hubwerk hat darin einen eigenen Block:- Kopfzeile. Name des Hubwerks und das Ergebnis der letzten abgeschlossenen Beurteilung, zum Beispiel „Unauffällig · 79,9 % · 1,5 Jahre“. Vor der ersten Beurteilung steht dort Noch nicht beurteilt. Bei einem gestoppten Hubwerk steht davor Gestoppt.
- Wer und womit. Die Firma, die das Hubwerk eingerichtet hat, das Datum, das Verfahren, die Herkunft des Auslegungswerts und die Frist für die Generalüberholung.
- Stammdaten. Zugeklappt, mit der Anzahl erfasster Felder, freiwillige mitgezählt, zum Beispiel „Stammdaten (7 von 10)“.
- Beurteilungen. Zugeklappt, mit allen abgeschlossenen Beurteilungen, die neueste zuerst. Ist gerade eine in Arbeit, nennt die Überschrift, wer sie begonnen hat.
Was die Kopfzeile zeigt
Stammdaten pflegen
Über das Stift-Symbol Stammdaten pflegen erfasst du die Daten vom Typenschild und aus den Herstellerunterlagen. Das Formular zeigt nur die Felder, die Verfahren und Herkunft brauchen. Du kannst auch unvollständig speichern, vollständig müssen die Pflichtfelder erst beim Start einer Beurteilung sein.
Bei Klasse vom Typenschild leitet Lizard den Auslegungswert aus der Klasse ab, zum Beispiel A5 = 125.000 Voll-Lastzyklen oder 3m (M6) = 3.200 Vollaststunden. Bei der Restnutzungsannahme sind es 5 % dieses Tabellenwerts, bei 3m (M6) also 160 Vollaststunden.
Wozu die übrigen Felder dienen:
- Protokollierfaktor belegt den gleichnamigen Pflichtwert in der ersten Beurteilung vor. Jede weitere übernimmt den Faktor ihrer Vorgängerin.
- Hubverlagerungsklasse (Dh) schaltet die Hubverlagerung ein.
- Maximale Hubhöhe brauchst du, um Hakenwege schätzen zu lassen.
- Arbeitstage pro Woche nutzt Lizard für einen Vorschlag der Arbeitstage im Zeitraum, wenn die Laufzeit pro Tag geschätzt wird.
- Letzte Generalüberholung und Jahre bis zur nächsten Überholung bestimmen die Frist für die Generalüberholung.
Die Protokollierungsklasse
Bei den zeitbasierten Verfahren gibt die Protokollierungsklasse an, wie die Betriebsweise des Hubwerks erfasst wird. Aus ihr folgt der Protokollierfaktor, und sie entscheidet, ob eine Frist für die Generalüberholung gilt.
Die Klasse aus den Stammdaten belegt die erste Beurteilung vor. Jede weitere übernimmt die Klasse ihrer Vorgängerin. Ob eine Frist gilt, entscheidet immer die Klasse in den Stammdaten, nicht die im Fenster gewählte.
Frist für die Generalüberholung
Bei den zeitbasierten Verfahren mit Protokollierungsklasse 3.2 oder 3.3 führt Lizard eine Frist für die Generalüberholung, unabhängig davon, wie viel das Hubwerk genutzt wurde.- Beginn. Am Datum unter Letzte Generalüberholung, sonst an der Inbetriebnahme.
- Dauer. Jahre bis zur nächsten Überholung, ohne Eintrag zehn Jahre.
- Anzeige. In der Karte steht „Generalüberholung fällig bis TT.MM.JJJJ“ oder, wenn das Datum verstrichen ist, „Generalüberholung überfällig seit TT.MM.JJJJ“. Gilt keine Frist, etwa beim zyklenbasierten Verfahren, bei Klasse 3.1 oder solange Klasse oder Inbetriebnahme fehlen, steht dort „Keine Kalenderfrist (Lastkollektivspeicher)“.
- Abgelaufene Frist. Lautet die letzte Beurteilung Unauffällig, zeigt die Kopfzeile Generalüberholung planen (wegen der Kalenderfrist). Das gespeicherte Urteil und der Status des Geräts ändern sich dadurch nicht.
Nach einer Generalüberholung
Trage das Datum der Überholung in den Stammdaten unter Letzte Generalüberholung ein. Damit beginnt die Frist neu. Schließt du eine Beurteilung mit dem Schalter Generalüberholung ab, übernimmt Lizard das Datum nicht von selbst. Die Karte erinnert dann mit „Generalüberholung am TT.MM.JJJJ beurteilt, hier noch nicht eingetragen“. Das Datum darin ist das Ende des beurteilten Zeitraums. Der Hinweis verschwindet, sobald unter Letzte Generalüberholung genau dieses Datum steht oder die nächste Beurteilung abgeschlossen ist. Beim zyklenbasierten Verfahren gibt es das Feld nicht, dort bleibt der Hinweis bis zur nächsten Beurteilung stehen.Beurteilung durchführen
Eine Beurteilung hat zwei Zustände: Solange sie ein Entwurf ist, rechnest du beliebig oft und änderst Werte, ohne dass sich am Gerät etwas ändert. Mit dem Abschluss wird sie endgültig.1
Beurteilung starten
Klicke in der Zeile Beurteilungen des Hubwerks auf das Rechner-Symbol Beurteilung durchführen. Lizard prüft vorher, ob die Stammdaten vollständig sind und eine Berichtsvorlage existiert. Fehlt etwas, nennt die Meldung Beurteilung konnte nicht gestartet werden den Grund, bei den Stammdaten mit den fehlenden Feldern. Bei einem gestoppten Hubwerk fehlt das Symbol.
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Zeitraum prüfen
Lizard belegt vor: Der Zeitraum beginnt am Tag nach dem Ende der letzten abgeschlossenen Beurteilung, bei der ersten Beurteilung mit der Inbetriebnahme. Er endet an dem Tag, an dem die Beurteilung begonnen wurde. Vor die Inbetriebnahme und vor den Tag nach dem Ende der Vorgängerin lässt sich der Anfang nicht legen.
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Bisherigen Verbrauch prüfen
Der Bisherige Verbrauch stammt aus der letzten Beurteilung, bei der ersten steht dort 0. Für ein Hubwerk ohne Aufzeichnungen lässt du ihn bei den zeitbasierten Verfahren aus der unbekannten Historie ermitteln.
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Nutzung eintragen
Welche Werte du einträgst, hängt vom Verfahren und bei den zeitbasierten Verfahren von der Protokollierungsklasse ab, siehe Was du je Verfahren einträgst. Werte aus der letzten Beurteilung und aus den Stammdaten sind vorbelegt.
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Rechnen
Rechnen speichert deine Eingaben, sobald die Rechnung durchgeht, und zeigt das Ergebnis unten im Fenster. Ändere Werte und rechne erneut, bis die Zahlen stimmen.
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Abschließen
Beurteilung abschließen ist erst nach dem ersten Rechnen aktiv. Im Abschlussdialog wählst du bei mehreren Vorlagen die Berichtsvorlage und setzt deine Unterschrift. Gibt es nur eine Vorlage, nimmt Lizard diese. Danach erzeugt Lizard das Gutachten.
Pro Hubwerk gibt es höchstens einen Entwurf, und er gehört der ganzen Firma. Jede berechtigte Kollegin setzt ihn über Beurteilung fortsetzen fort. Wer abschließt, unterschreibt. Einzeln löschen lässt sich ein Entwurf nicht. Er bleibt stehen, bis er abgeschlossen wird, außer du korrigierst das Verfahren oder löschst das Hubwerk.
Was du je Verfahren einträgst
Zyklenbasiert (EN 14492-2)- Nutzungstage im Zeitraum, also die Tage, an denen das Hubwerk tatsächlich genutzt wurde.
- Protokollierfaktor, Pflicht, nach ISO 12482:2014: von 1,0 · automatisch aufgezeichnet oder gezählt und von Hand dokumentiert bis 1,5 · Einsatzgeschichte unbekannt.
- In der Tabelle Lastklassen je Zeile die Last in t und die Spiele je Nutzungstag. Die Last ist die Nutzlast zuzüglich nicht fest angebautem Lastaufnahmemittel, die fest angebaute Unterflasche zählt nicht mit. Ein Leerhub ist eine eigene Lastklasse.
- Mit Hubverlagerungsklasse zusätzlich die Hakenwege, siehe Hubverlagerung.
- Protokollierungsklasse, Arbeitstage pro Jahr und Hubgeschwindigkeit, wie auf dem Typenschild angegeben (Schnellgang).
- In der Tabelle Lastklassen je Zeile den Hubweg in m (Heben plus Senken), die Last in t einschließlich Totlast und Lastaufnahmemittel und die Hübe je Arbeitstag.
Bei 3.2 und 3.3 wählst du über Lastkollektiv, wie du die Lasten angibst:
- Einzellasten erheben (voreingestellt): In der Tabelle Lastklassen je Zeile die Last in t einschließlich Totlast und Lastaufnahmemittel und den Zeitanteil in %. Die Zeitanteile müssen sich zu 100 % summieren, die laufende Summe steht unter der Tabelle.
- Lastkollektiv ankreuzen: Du wählst unter Genormtes Lastkollektiv eine Stufe von L1 (leicht,
k_m= 0,125) bis L4 (sehr schwer,k_m= 1,000). - Beiwert direkt eintragen: Du trägst den Lastkollektivbeiwert zwischen 0 und 1 ein, wie im Ermittlungsprotokoll angegeben. Werte zwischen den Normstufen sind zulässig.
Unbekannte Historie
Bei der ersten Beurteilung eines zeitbasierten Hubwerks, außer bei Klasse 3.1, wählst du unter Bisheriger Verbrauch:- Vorverbrauch eintragen (voreingestellt): Du trägst die Zahl selbst ein.
- Aus unbekannter Historie ermitteln: Du gibst Jahre ohne Aufzeichnung und Jahre Stillstand an. Lizard rechnet den bisherigen Verbrauch mit den festen Werten der Norm je Jahr aus. Die Zahl lässt sich dann nicht mehr von Hand ändern.
Hubverlagerung: der zweite Vorrat
Beim zyklenbasierten Verfahren rechnet Lizard mit Hubverlagerungsklasse (Dh) in den Stammdaten einen zweiten Vorrat: die Meter, die der Haken unter Last zurücklegt. Die Nutzungsdauer ist erschöpft, sobald einer der beiden Vorräte aufgebraucht ist.- Hakenwege. Die Tabelle Lastklassen bekommt die Spalten Hakenweg Heben und Hakenweg Senken in m. Jede Lastklasse braucht einen Hakenweg, Heben oder Senken. Sonst meldet Lizard „Lastklasse … hat keinen Hakenweg. Trage Heben oder Senken ein oder wechsle auf die Schätzung.“
- Erheben oder schätzen. Über Hakenwege wählst du Hakenwege erheben (voreingestellt) oder Nach Anhang C schätzen. Die Schätzung setzt Heben und Senken auf je die halbe maximale Hubhöhe. Sie ist nur wählbar, wenn am Hubwerk die Maximale Hubhöhe steht.
- Bisherige Hubverlagerung. Bei der ersten Beurteilung mit Hubverlagerung trägst du die bisher zurückgelegten Meter ein oder lässt 0 stehen. Danach übernimmt Lizard sie aus der Vorgängerin.
Generalüberholung im Zeitraum
Wurde das Hubwerk im Zeitraum generalüberholt, setzt du den Schalter Generalüberholung. Er setzt den bisherigen Verbrauch und die bisherige Hubverlagerung auf null und fragt den Auslegungswert nach der Generalüberholung ab, vorbelegt mit dem bisherigen Wert. Beim Abschluss übernimmt Lizard einen geänderten Auslegungswert in die Stammdaten, mit der Herkunft Herstellerangabe. Das Datum der Überholung trägst du selbst ein, siehe Nach einer Generalüberholung.Das Ergebnis
Führt das Hubwerk eine Hubverlagerung, gilt das strengere Urteil aus Zyklen und Hubverlagerung.
Das Fenster zeigt unter Ergebnis das Urteil, den verbrauchten Anteil in Prozent und die Restlebensdauer in Jahren, auf eine Nachkommastelle abgeschnitten. Mehr als 50 Jahre erscheinen als „über 50 Jahre“. Darunter stehen beide Schwellen, Lebensdauer verbraucht und Verbrauch dieses Zeitraums, jeweils mit „erreicht“ oder „nicht erreicht“. Anteil und Restlebensdauer beziehen sich im Fenster, in den Details und im Gutachten auf die Lastzyklen beziehungsweise die Vollaststunden. Nur die Kopfzeile der Karte zeigt Anteil und Restzeit des Vorrats, der zuerst aufgebraucht ist.
Wurde im Zeitraum nichts verbraucht oder ist nichts mehr übrig, steht dort „Keine Prognose für diesen Zeitraum.“ Wurde nichts verbraucht, führt die Kopfzeile der Karte die letzte Prognose mit ihrem Stand weiter, aber nicht über eine Generalüberholung hinweg. Übersteigt eine Lastklasse die Nennlast, weist Lizard darauf hin. Das ist eine Aussage über die Nutzung, kein Urteil.
Wirkung auf den Status des Geräts
Nur das Urteil Außer Betrieb nehmen wirkt auf das Gerät: Beim Abschluss setzt Lizard das Betriebsmittel auf Nicht Betriebsbereit, es sei denn, es ist archiviert. Mit Hubverlagerung reicht dafür auch ein aufgebrauchter Meter-Vorrat. Die anderen Urteile und eine abgelaufene Frist für die Generalüberholung ändern den Status nicht, und kein Abschluss setzt ein Gerät auf betriebsbereit. Danach leitet Lizard den Status bei jeder Änderung an den Prüfergebnissen wie gewohnt neu ab. Betriebsbereit wird das Gerät wieder, sobald es mindestens ein aktives Prüfergebnis gibt und keines davon abgelaufen oder nicht betriebsbereit ist. Die Kopfzeile der Karte zeigt weiter das Urteil der letzten Beurteilung.Keine Korrektur nach dem Abschluss
Eine abgeschlossene Beurteilung lässt sich nicht mehr ändern oder neu rechnen. Die nächste Beurteilung baut auf ihr auf und übernimmt ihren Verbrauch, die Hubverlagerung, die Lastklassen und die Protokollierungsklasse. Wiegt ein Fehler schwer, stoppst du das Hubwerk und richtest ein neues ein.Das Gutachten gestalten
Das Gutachten entsteht aus einer Textvorlage, die du unter Einstellungen → Textvorlagen mit der Kategorie Restlebensdauerbeurteilung anlegst. Beim Abschluss kopiert Lizard den Vorlagentext in die Beurteilung. Änderst du die Vorlage später, bleibt der Text jedes abgeschlossenen Gutachtens, wie er war.Bausteine
Über Blöcke im Editor fügst du drei Bausteine für das Gutachten ein:
Beurteilung Details führt immer diese Zeilen: Zeitraum, Auslegungswert mit seiner Herkunft, bisheriger Verbrauch mit seiner Herkunft, Gesamtnutzung bis heute, ob im Zeitraum generalüberholt wurde, Lastkollektiv, Protokollierung, beide Schwellen und die Version des Rechenkerns. Je nach Verfahren kommen dazu:
- Zyklenbasiert: Nutzungstage, bisherige Hubverlagerung, Hubverlagerung, Herkunft der Hakenwege und der begrenzende Vorrat.
- Zeitbasiert über die Laufzeit: die Laufzeit im Zeitraum mit ihrer Rechnung, etwa „Zählerstand 100,00 auf 136,00, Differenz 36,00 Vollaststunden“, und der Korrekturfaktor.
- Beide zeitbasierten Verfahren: die Frist für die Generalüberholung.
Platzhalter
Über Merge-Tags im Editor fügst du Platzhalter in den Fließtext ein, etwa für einen Satz wie „Das Hubwerk hat 62,4 % seiner theoretischen Nutzungsdauer verbraucht.“ Lizard ersetzt sie beim Erzeugen des PDFs.Die neuen Platzhalter und Bausteine stehen in jedem Vorlagen-Editor zur Auswahl. In Prüfprotokollen und Prüfaufträgen bleiben sie leer.
Das PDF
Nach dem Abschluss erzeugt Lizard das Gutachten im Hintergrund. Es liegt an zwei Stellen:- In der Karte. In der Liste Beurteilungen steht vor jeder abgeschlossenen Beurteilung das Symbol Bericht herunterladen. Solange das PDF noch nicht fertig ist, steht dort Bericht erzeugen.
- Im Reiter Dokumente des Betriebsmittels. Unter dem Titel „Restlebensdauerbeurteilung“ mit Hubwerk und Zeitraum. Der Eintrag ist nicht öffentlich und erscheint deshalb nicht auf der öffentlichen Geräteseite.
Beim Neu-Erzeugen bleiben gleich: Vorlagentext, Unterschrift, der gesamte Rechennachweis mit Urteil, Anteil, Restlebensdauer, Schwellen, Lastklassen, Lastkollektiv, Protokollierung und Hubverlagerung, dazu Zeitraum, bisheriger Verbrauch, Tragfähigkeit, Auslegungswert, A-Klasse, Triebwerkgruppe, Arbeitstage pro Jahr, Hubgeschwindigkeit und Protokollierfaktor. Neu eingelesen werden Namen, Adressen, Briefpapier, die übrigen Stammdaten des Hubwerks wie Name, Hersteller, Inbetriebnahme, Protokollierungsklasse und Letzte Generalüberholung, die Angaben zum Betriebsmittel, der Platzhalter
heute sowie die Frist für die Generalüberholung und die Zeile zu den Hakenwegen.Hubwerk stoppen, korrigieren oder löschen
Wer was sieht
Die Karte sieht jede Firma, deren Lizenz das Modul enthält.- Alle, die die Karte sehen, sehen Hubwerk, Ergebnis, Verfahren, Stammdaten und die Frist für die Generalüberholung.
- In der Firma, die das Hubwerk eingerichtet hat, sieht zusätzlich die Liste der Beurteilungen mit ihren PDFs und den Hinweis auf einen laufenden Entwurf, wer die Mitarbeiter-Lizenz Büro oder Service und die Berechtigung Betriebsmittel bearbeiten hat. Einen Entwurf öffnen und fortsetzen kann nur, wer zusätzlich die Qualifikation hat. Bei einem archivierten Betriebsmittel entfällt die Liste für alle.
- Andere Firmen am selben Gerät, etwa der Betreiber, sehen keine Beurteilungen im Einzelnen und keine Entwürfe.
- Der Eigentümer des Geräts findet das Gutachten im Reiter Dokumente seines Betriebsmittels.
Nächste Schritte
Qualifikationen
Die Qualifikation für DGUV-V 54 oder 55 hinterlegen.
Textvorlagen
Die Berichtsvorlage für das Gutachten anlegen.