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Was ein KI-Agent sehen und ändern darf

Was ein Agent in Lizard tun darf, entscheiden zwei Dinge gemeinsam:
  1. Die Freigaben des Agenten. Du legst sie je Agent auf der Seite KI-Agent verbinden fest.
  2. Deine Rollenrechte. Der Agent handelt in deinem Namen. Was deine Rolle in Lizard nicht erlaubt, erlaubt keine Freigabe.
Fehlt eines von beiden, lehnt Lizard den Vorgang ab.

Die drei Stufen

Die Freigabe Anlegen umfasst mehr als ihr Name sagt. Ein Agent mit dieser Freigabe kann auch bestehende Betriebsmittel ändern, Partner aus einer Zusammenarbeit entfernen und über Zusammenarbeiten Daten deiner Firma für ein Partnerunternehmen sichtbar machen. Erteile sie nur Agenten, denen du das zutraust.
Ohne die Freigabe Kontaktdaten erhält der Agent nur die Anzahl der erfassten Ansprechpartner und einen Link zum Dienstleister in Lizard. Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern verlassen das System dann nicht.

Freigaben erteilen und entziehen

Freigaben gelten je Agent, nicht für die ganze Firma. So kann ein Agent, der auf eurem eigenen Server läuft, Kontaktdaten lesen, während ein anderer Agent derselben Firma sie nicht bekommt. In der Tabelle Verbundene Agenten hat jede Zeile passende Aktionen: Jede Aktion fragt vorher nach. Bei einem eigenen Token kannst du beide Freigaben auch gleich beim Erstellen setzen. Eine Freigabe oder Sperre bleibt bestehen, bis du sie hier änderst oder den Zugriff widerrufst. Das gilt auch, wenn die KI-Anwendung ihre Anmeldung im Hintergrund erneuert.
Zurücknehmen wirkt nur für die Zukunft. Daten, die der Agent bereits abgerufen hat, holt das nicht zurück. Ob ein Agent, der gerade läuft, neu freigegebene Möglichkeiten sofort bemerkt, hängt von der KI-Anwendung ab.
Verbindest du einen Agenten neu, gelten für die neue Verbindung nur die Freigaben, die sie beim Verbinden erhalten hat. Freigaben, die du vorher in der Tabelle erteilt hast, gehen nicht mit. Prüfe danach die Spalten Kontaktdaten und Anlegen.

Deine Rollenrechte gelten zusätzlich

Diese Rechte aus Rollen entscheiden mit, was ein Agent tun kann. Mit Partner-Recht ist hier eines der Rechte Partner einsehen, Partner anlegen, Partner bearbeiten oder Partner löschen gemeint. Hat deine Rolle kein Partner-Recht, sieht der Agent keine Zusammenarbeiten und keine Dienstleister. Findet er dann keine, heißt das nicht, dass es keine gibt. Partnerdokumente einsehen allein reicht dafür nicht.

Was ein Agent nicht kann

  • Betriebsmittel anderer Firmen sehen, die über eine Zusammenarbeit mit dir geteilt sind.
  • Prüfungen erfassen. Die erste und jede weitere Prüfung dokumentierst du in Lizard.
  • Den Verantwortlichen oder den Status eines Betriebsmittels ändern, Betriebsmittel archivieren oder löschen.
  • Archivierte Betriebsmittel ändern. In Listen und Suchen tauchen sie nicht auf. Liest du dem Agenten ihre Nummer vor, erfährt er aber, dass das Gerät archiviert ist.
  • Kategorien, Standorte oder Normen anlegen. Fehlt ein passender Eintrag, legst du ihn in Lizard an.
  • Partner, deren Rollen und Einladungen verwalten oder eine Zusammenarbeit löschen.

Betriebsmittel über den Agenten anlegen

Ein Agent legt ein Betriebsmittel nur vollständig an: mit Prüfkategorie, mindestens einer Norm, Kategorie und allen Pflichtfeldern der Kategorie. Fehlt etwas, entsteht kein Datensatz, und der Agent erfährt, was noch fehlt. Für ein so angelegtes Betriebsmittel gilt:
  • Als Verantwortlicher ist der Benutzer eingetragen, mit dessen Zugang der Agent verbunden ist.
  • Der Status ist Kein Prüfergebnis vorhanden. Das Gerät hat noch keinen Fälligkeitstermin und erscheint in keiner Liste fälliger Prüfungen, bis die erste Prüfung in Lizard erfasst ist.
Lizard schützt vor doppeltem Anlegen: Gibt es in deiner Firma ein Betriebsmittel, das in den letzten 24 Stunden angelegt wurde und in Kategorie, Standort und allen Eigenschaften mit Für Artikelbezeichnung übereinstimmt, lehnt Lizard das Anlegen zunächst ab. Meist ist es eine versehentliche Wiederholung. Ist es wirklich ein zweites, baugleiches Gerät, muss der Agent das beim erneuten Anlegen ausdrücklich angeben. Hat die Kategorie keine Eigenschaft mit Für Artikelbezeichnung, greift dieser Schutz nicht.

Rückfrage vor folgenreichen Änderungen

Einige Änderungen führt Lizard nicht beim ersten Aufruf aus. Der Agent bekommt zuerst eine Vorschau, was dabei verloren geht, und die Aufforderung, dich zu fragen. Ausgeführt wird erst, wenn der Agent die Bestätigung aus dieser Vorschau zurückgibt. Die Bestätigung gilt 15 Minuten und nur für genau diese Änderung. Ändert sich in der Zwischenzeit etwas an dem, was die Vorschau beschreibt, bekommt der Agent eine neue Vorschau.
Lizard kann nur prüfen, dass der Agent die Bestätigung aus der Vorschau zurückgibt. Ob er dir die Vorschau gezeigt und dich tatsächlich gefragt hat, kann Lizard nicht prüfen. Sieh deshalb im KI-Agenten-Protokoll nach, was ein Agent mit Schreibfreigabe getan hat.

Zusammenarbeiten über den Agenten

Ordnet der Agent ein Betriebsmittel einer Zusammenarbeit zu, sieht das Partnerunternehmen es erst, wenn es die Einladung angenommen hat. Bis dahin meldet Lizard dem Agenten die Zuordnung ausdrücklich als nur vorgemerkt. Nimmt der Agent einen Partner in eine Zusammenarbeit auf, sieht dieser noch nichts. Die Einladung verschickst du in Lizard (siehe Kollaboration einrichten), und der Partner muss sie annehmen.

Kennzeichnung unter Aktivitäten

Legt ein Agent ein Betriebsmittel an, ordnet es einer Zusammenarbeit zu oder ändert Name, Nummer, Standort oder Prüfkategorie, trägt der Eintrag unter Aktivitäten des Betriebsmittels das Kennzeichen KI-Agent. Als Benutzer steht dort dein Name, weil der Agent mit deinem Zugang handelt. Nicht jede Änderung eines Agenten ist dort gekennzeichnet oder überhaupt aufgeführt. Die Übersicht über die einzelnen Aufrufe deiner Agenten bietet das KI-Agenten-Protokoll.