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Documentation Index

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Datenschutz beim DynTag-Service

Jedes Mal, wenn ein DynTag gescannt wird, läuft eine Anfrage über den Service. Damit Sie diesen Service rechtssicher in Ihrer Organisation einsetzen können, ist er DSGVO-konform ausgelegt — von der ersten Code-Zeile bis zur DNS-Konfiguration.
Diese Seite richtet sich an Datenschutzbeauftragte, IT-Verantwortliche und Endkunden, die wissen wollen: “Was passiert eigentlich mit meiner IP-Adresse, wenn ich einen Lizard-Tag scanne?”

Das Wichtigste in Kürze

Keine vollständigen IP-Adressen

Vor dem Speichern wird jede IP-Adresse maskiert. Eine direkte Identifikation der scannenden Person ist damit nicht mehr möglich.

Kein Standort-Tracking

Der Service speichert weder Stadt noch Land, weder Postleitzahl noch geografische Koordinaten.

Cookie-frei

Der Service setzt keine Cookies. Auch das eingesetzte Analytics-Werkzeug (Umami) arbeitet ohne Cookies und ohne Browser-Fingerprinting.

Vom Bekannten getrennt

Die Statistik-Daten werden in einem getrennten System gehalten. Sie können nicht mit Lizard-Benutzerkonten zusammengeführt werden.

Was wird beim Scan gespeichert?

Bei jedem Scan eines DynTags entsteht ein Eintrag im Zugriffsprotokoll. Dieser enthält ausschließlich:
FeldInhaltPersonenbezogen?
Tag-CodeWelcher Code wurde aufgerufen, z. B. AbC123XYzNein
Maskierte IPBei IPv4 das letzte Segment auf 0 gesetzt, bei IPv6 die letzten 16 BitNein (anonymisiert)
User-AgentBrowser-Kennung wie Mozilla/5.0 …Nein
BrowserAus User-Agent erkannt: z. B. Chrome, SafariNein
Betriebssystemz. B. iOS, Android, WindowsNein
Gerätetypz. B. iPhone, Pixel, PCNein
SpracheAus dem Accept-Language-HeaderNein
ZeitstempelWann der Zugriff erfolgteNein

Was wird nicht gespeichert?

Bewusst und nachweislich nicht in der Zugriffsdatenbank:
Die ungekürzte IP wird im Speicher zur Verarbeitung kurzzeitig gehalten, aber niemals in die Datenbank geschrieben. Vor dem Speichern wird sie maskiert.
Keine Stadt, kein Bundesland, keine Postleitzahl, kein Land, kein Kontinent, keine Längen-/Breitengrade. Auch Provider- oder Netzwerkbetreiber-Daten (ASN, ISP) werden nicht erfasst.
Es wird nicht protokolliert, von welcher Website Sie zum DynTag gekommen sind.
Es werden keine Cookies, Local-Storage-Werte oder Canvas-/Audio-Fingerprints erzeugt oder gespeichert.
Die Zugriffsprotokolle des DynTag-Services sind technisch und organisatorisch von den Benutzerkonten in Lizard getrennt. Selbst wenn Sie als Lizard-Nutzer einen Tag scannen, lässt sich der Scan nicht Ihrem Konto zuordnen.

Wozu die maskierte IP?

Die maskierte IP dient ausschließlich dazu, statistische Auffälligkeiten zu erkennen — etwa:
  • Mehrfache Aufrufe eines verschollenen Tags aus demselben Netz (mögliche Diebstahl-Spur)
  • Ungewöhnlich viele Zugriffe in kurzer Zeit (möglicher technischer Fehler oder Missbrauch)
Eine direkte Personen-Identifikation ist mit diesen Daten nicht mehr möglich, weil hinter einer maskierten IP typischerweise hunderte oder tausende Geräte stehen.

Statistik via Umami

Lizard nutzt für anonyme Nutzungsstatistiken Umami — eine selbst-gehostete, datenschutzfreundliche Alternative zu Google Analytics. Umami arbeitet ohne Cookies, ohne Fingerprinting und ohne Cross-Site-Tracking.
Beim Scan eines Tags sendet der DynTag-Service ein anonymes Ereignis an Umami (Pageview + Custom-Event). Dabei wird die ungekürzte IP transient an Umami weitergegeben — Umami nutzt sie ausschließlich, um serverseitig grobe Geo-Statistiken (z. B. “wie viele Scans aus Deutschland”) zu errechnen, und verwirft sie unmittelbar danach.
Falls Sie das Tracking komplett abschalten möchten, kann Ihre Lizard-Instanz so konfiguriert werden, dass keine Umami-Events gesendet werden. Wenden Sie sich dazu an den Support.

Speicherdauer

DatenkategorieSpeicherdauer
Zugriffsprotokolle (mit maskierter IP)Standardmäßig auf Lebenszeit des Tags — kann auf Wunsch gekürzt werden
Cache-Einträge im Service24 Stunden
Umami-StatistikenKonfigurierbar in Ihrer Umami-Instanz, typischerweise 12 Monate
Roh-IP (ungekürzt)Wird nie persistent gespeichert

Domain- und Mail-Lockdown

Beide Service-Domains (dyntag.link und dynt.ag) sind technisch gesperrt für jeglichen E-Mail-Verkehr. Niemand — auch wir nicht — kann unter diesen Adressen E-Mails versenden oder empfangen.
Sie erhalten niemals eine echte E-Mail von @dyntag.link oder @dynt.ag. Erhalten Sie eine Nachricht, die vorgibt, von einer dieser Adressen zu kommen, ist sie mit Sicherheit gefälscht — bitte ignorieren oder Ihrem IT-Team melden.
Diese Sperre wird durch mehrere DNS-Mechanismen gleichzeitig erzwungen:
MechanismusWirkung
Null-MX-Eintrag (RFC 7505)Empfangende Mail-Server lehnen sofort ab
SPF Hard-Fail (v=spf1 -all)Keine IP der Welt darf für die Domain senden
DMARC p=rejectFalsche Absender werden hart verworfen, statt nur markiert
DKIM-Wildcard-NullJede DKIM-Signatur schlägt fehl
CAA-RecordNur Let’s Encrypt darf TLS-Zertifikate ausstellen — Schutz vor Rogue-CAs

Rechtsgrundlagen

VerarbeitungRechtsgrundlage
Speicherung der maskierten IP zur MissbrauchserkennungArt. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse)
User-Agent-Auswertung für StatistikArt. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse)
Umami-TrackingArt. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse — keine Cookies, keine Profilbildung)
IP-Maskierung vor SpeicherungArt. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO (Datenminimierung)

Auskunft, Löschung, Widerspruch

Da der DynTag-Service keine personenbezogenen Daten in seiner Datenbank ablegt, sind klassische Betroffenenrechte (Auskunft nach Art. 15, Löschung nach Art. 17) faktisch gegenstandslos — es gibt keine Daten, die einer einzelnen Person zugeordnet werden könnten.
Wenn Sie als Betreiber einer Lizard-Instanz weitergehende Anforderungen haben (z. B. komplettes Abschalten des Trackings, kürzere Aufbewahrungsfristen oder Export der Zugriffsprotokolle), kontaktieren Sie den Lizard-Support.

Nächste Schritte

Funktionsweise

Was beim Scannen technisch abläuft.

Häufige Fragen

Antworten auf typische Datenschutz-Fragen.